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Mein Weg...

Miriam Eisenhauer

…nach innen begann gewiss schon früher, aber ich starte mal an der Weggabelung, als mir gegen Ende meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin klar wurde, dass es zwei Wege der Begleitung von Hilfesuchenden gibt. Einmal den als „zur-Disziplin-einladenden-Kontrollinstanz“ oder den als „immer-von-neuem-motivierenden-Wegbegleiter“, welcher viel besser als der erste zu meinem Wesen passte.

Als ich dann die ersten Menschen beriet spürte ich bei jenen, die die Theorie gut verstanden, sie aber nicht langfristig in die Praxis umsetzten konnten, den Wunsch die Ursache dafür zu finden, um diese besser in meine Arbeit integrieren zu können. Ich suchte mir also eine Weiterbildung, in der ich mehr über die unbewussten Strukturen der menschlichen Psyche verstehen konnte. Der Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik (FAPP) und dessen Weiterbildung zur Psychoanalytischen Pädagogin mit der Struktur aus Theorie, Supervision und Selbsterfahrung hat mir gut gefallen, zumal ich damals im Rahmen der Ernährungsberatung auch viele Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt habe.

Drei Jahre habe ich dort berufsbegleitend viel über Pädagogik, Psychoanalyse, das Unbewusste, Gruppendynamiken usw. gelernt und in der Gruppenselbsterfahrung bin ich in einen tiefen Erkennungsprozess gegangen, den ich zusätzlich noch mit mehrjähriger psychoanalytischer Selbsterfahrung, Weiterbildungen in Psychodynamisch Imaginativer Traumatherapie (PITT), der Heilerlaubnis eingeschränkt für Psychotherapie und verschiedenen fernöstlichen Yoga- und Meditationsworkshops begleiten lies. All meine Erkenntnisse und mein innerer Wachstum gaben mir mehr Handlungsspielraum in meiner Praxis.

Psychoanalyse und Gruppendynamik faszinierten mich so sehr, dass ich parallel dazu ein- bis zweimal jährlich die Workshops der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse (IAG) in Altaussee (Österreich) besuchte, was intensive und wichtige Erfahrungen mit sich brachte und letztlich auch den Abschluss zur Analytischen Gruppenpsychotherapeutin. Ich lernte noch mehr über das Unbewusste, über zwischenmenschliche Dynamiken, setzte mich noch tiefer mit meinen Denk- und Handelsmustern, der Vergangenheit und vielen Sinn-Fragen auseinander. Im Laufe der Zeit sah ich immer klarer, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Eine Supervisorin im Rahmen der Weiterbildung sagte mal zu mir: „Ich bin nur ein paar Schritte weiter als Sie.“ Das empfinde ich als ein sehr hilfreiches Bild, wenn wir doch sonst immer zwischen seelisch krank und seelisch gesund im Rahmen einer linearen und pragmatischen Denkweise unterscheiden wollen. Ein paar Schritte weiter zu sein, kann so vieles sichtbarer machen, aber es ist dennoch nur eine ganz kurze Entfernung, in der man wächst oder eine Störungsidentität über sich selbst aufbaut, die ein ganzes Leben zerstören kann.

Ohne den Mut zu haben, an sich zu glauben und den Weg nach innen zu wagen, bleiben wir identifiziert mit unseren ängstlichen, traurigen, beschämten, neidischen oder wütenden inneren kindlichen Anteilen - meistens kontrolliert von sehr destruktiven Glaubenssätzen. Durch die wertvollen Werke von Frau Dr. Luise Reddemann, der PITT-Weiterbildung und Selbsterfahrung bei ihr, habe ich ein wirkungsvolles Werkzeug gefunden, die Hilfesuchenden dabei zu unterstützen, einen Weg aus negativen Gedankenmustern und selbstzerstörerischen Handlungsweisen zu finden. Als Psychoanalytische Pädagogin habe ich ein besseres Verständnis für Ihre verletzten jüngeren Anteile und kann diesen in ihrer inneren Zerrissenheit (häufig ausgelöst durch physische und oder psychische Gewalt, Armut, Krankheiten oder früher Tod der Eltern, emotionale Erpressung, Parentalisierung usw.) mitfühlend begegnen. Sie lernen nach und nach sich nützlicher als gewohnt (wie mit Überessen oder nichts Essen, Erbrechen, Selbstverletzen etc.) nun aufmerksam und wertschätzend bzw. liebevoller zu versorgen und eine wertvolle innere Einheit herzustellen.

Diese Psychotherapie geht in die Tiefe und ist psychoanalytisch. Alles ist erlaubt auszusprechen, und es gibt dort kein Richtig oder Falsch. Wir wollen Ihr Inneres kennenlernen und verstehen. Auch Übertragungsgefühle sind hierbei willkommen angesprochen zu werden, denn dahinter verbergen sich verletzte innere Anteile, die endlich zu Wort kommen möchten. Und schnell wird dabei klar, dass es dabei nicht um mich, sondern um eine wichtige Personen Ihres Lebens geht. Danach folgt die Versorgung aus dem liebevollen bzw. wertschätzenden Verstandesanteil. Hierbei ist meine Arbeit verhaltenstherapeutisch, auf eine gute Zukunft ausgerichtet, die Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten selbst erschaffen dürfen.

Ich freue mich darauf mit Ihnen gemeinsam ein Stück dieses Weges zu gehen.